Kardinal Julien Ries ist gestorben

Der belgische Kardinal Julien Ries ist am Samstag im Alter von 93 Jahren gestorben. Der Geistliche und Religionswissenschaftler wurde erst vor einem Jahr von Papst Benedikt XVI. zum Kardinal ernannt. Benedikt verlieh ihm die Kardinalswürde, um dessen theologisches Werk zu würdigen.

Kardinal Ries stammte aus der Ortschaft Fouches bei Arlon in der belgischen Provinz Luxemburg und war viele Jahre lang Geistlicher in Bistum Namür. Zudem hatte er eine Professur für Religionswissenschaften und Liturgiegeschichte an der katholischen Universität von Neu-Löwen in der Provinz Wallonisch-Brabant. Ries wurde 2011 die Ehrendoktorwürde der Universität im italienischen Mailand verliehen.

Papst Benedikt XVI. und Julien Ries kannten sich gut und standen sich nahe. Um dessen theologisches Werk zu würdigen, ernannte ihn der Papst erst im vergangenen Jahr zum Kardinal. Ob seines hohen Alters durfte er allerdings nicht nach Rom reisen, um den Nachfolger des zurückgetretenen Oberhauptes der katholischen Kirche mit zu wählen.

Mit dem Tod von Julien Ries ist der ehemalige Erzbischof von Mechelen und Brüssel, Godfried Daneels, wieder der einzige Belgier im Rang eines Kardinals. Da Daneels erst im Juni dieses Jahres seinen 80. Geburtstag feiert, darf er noch am kommenden Konklave zur Papstwahl in Rom teilnehmen.