Prozess De Gelder: Nebenklage lanciert Petition

Die Eltern eines der Kleinkinder, die 2009 beim Angriff von Kim De Gelder auf eine Kinderkrippe ums Leben kamen, fordern, dass die Zivilparteien im Strafverfahren gegen den Amokläufer die gleichen Rechte erhalten, wie die Verteidigung. Sie lancieren eine entsprechende Petition im Namen von sieben Opfereltern.

Anja Fierens, die Mutter eines von Kim De Gelder getöteten Kleinkindes, sagte am Sonntagnachmittag gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass es sich eigentlich um zwei Forderungen handelt:

„Wir möchten damit zwei Dinge einfordern. Zum einen wollen wir, dass die Zivilparteien das Recht erhalten, bei der Zusammenstellung des Schwurgerichts Einspruch erheben zu können, sprich dass man, genau wie die Verteidigung, Mitglieder des Gremiums ablehnen kann. Zum zweiten fordern wir, dass neben den Geschworenen auch die Zivilkläger zur Findung des Strafmaßes gehört werden können.“

Die Neben- und Zivilkläger wehren sich auch dagegen, dass die Eltern des Täters bei der Verhandlung im Gerichtssaal sitzen. Dies sei für die Angehörigen der Opfer emotional nur schwer zu ertragen.