Blankenberge erklärt Möwen für vogelfrei

Die Stadtverwaltung des Badeorts Blankenberge an der belgischen Nordseeküste hat im vergangenen Jahr einen Antrag gestellt, um Möwen bekämpfen oder vertreiben zu dürfen. Möwen stehen unter Schutz, haben sich aber dermaßen vermehrt, dass sie sich zu einer regelrechten Plage entwickelt haben.

Blankenberge ist nicht die einzige Küstengemeinde, die die lästigen Möwen loswerden will. Auch Knokke-Heist stellte unlängst einen Antrag, Möwen trotz Unterschutzstellung bekämpfen zu dürfen. Die Zahl der Möwen entlang der belgischen Nordseeküste nimmt stetig zu und die Vögel werden immer aggressiver, auch und gerade gegenüber Menschen.

Möwen dürfen im belgischen Bundesland Flandern nicht einfach so bekämpft werden, da sie unter Naturschutz gestellt wurden. Um gegen diese Seevögel vorgehen zu können, braucht es eine Erlaubnis der Landesagentur für Natur und Wald.

Die Art und Weise der Möwenbekämpfung ist verschiedenartig. Von der Zerstörung von Nestern über das Entfernen von Eiern bis zum Einsatz von Abschreckmitteln ist alles möglich. Blankenberge will vor allem Silbermöwen und Mantelmöwen vertreiben, denn diese leben besonders zahlreich in der Gemeinde und stören das öffentliche Leben in erster Linie im touristischen Ortskern der Stadt.