Belgien: Wintereinbruch und 630 km Stau

Für den morgigen Dienstag wird im Hennegau mit 15 Zentimeter Schnee gerechnet. Das hat das Königlich Meteorologische Institut mitgeteilt. In ganz Belgien müsse mit heftigem Schneefall gerechnet werden, hieß es weiter. Am Mittwoch werde es wieder trockener, allerdings sinken die Temperaturen dann auf -10 Grad in Brüssel. Am Montagabend haben sich bereits über 630 Kilometer lange Staus zur abendlichen Hauptverkehrszeit gebildet.

Den Vorhersagen des KMI zufolge werden in Flandern 0 bis 3 Zentimeter Schnee für den Dienstag erwartet. In der Region Brüssel wird sogar mit knapp 5 Zentimetern gerechnet.

Wallonien wird offenbar noch stärker vom Wintereinbruch getroffen mit 5 bis 15 Zentimetern Schnee. In der Provinz Hennegau wird die Schneedecke besonders dick sein. Hier rechnet das KMI mit bis zu 15 Zentimetern.

Die Schneezone wird sich im Laufe des Dienstags bis auf den Südosten ausdehnen und Belgien am späten Nachmittag wieder verlassen. Die Höchstwerte werden bei -4 und 1 Grad liegen.

Dieser Schnee-Einbruch sei nichts Besonderes, sagt Marc Vandiepenbeeck, verantwortlich für die Klimastatistiken beim KMI. "Im Durchschnitt registrieren wir 3,7 Schneetage in Ukkel im Monat März. Diese Schneefälle sind also nichts Ungewöhnliches", soVandiepenbeeck noch.

Staus auf Belgiens Straßen

Inzwischen hat der Schnee-Einbruch über 630 Kilometer lange Staus auf den Straßen verursacht. Auch für die Hauptverkehrszeiten am morgigen Dienstag muss mit Staus und zähfließendem Verkehr gerechnet werden. Wer nicht unbedingt mit dem Auto fahren muss, sollte dieses besser in der Garage lassen.

Die Eisenbahn hat extra Teams im Einsatz, um die Gleise und Oberleitungen, wenn nötig, schneefrei zu machen. In Gent und Antwerpen hat die Nahverkehrsgesellschaft so genannte "Schneetrams" im Einsatz, die das Straßenbahnnetz eisfrei halten sollen.

Auch die Streudienste stehen standby für ihren Einsatz.