Brüssel-Elsene bestraft asoziales Verhalten

Die Polizei hat im letzten Jahr 2.901 Bußgelder wegen asozialem Verhalten im Brüsseler Stadtteil Elsene verhängt. 2009 waren es noch 283. Das hat Elsene am Montag bekannt gegeben.

Seit 2009 haben sich die Polizei von Brüssel-Elsene, der Stadtteil Elsene und die Müllabfuhr dem aktiven Kampf gegen asoziales Verhalten versprochen.

So hätten 2012 genau 51 gezielte Aktionen der Polizei in Elsene dazu geführt, dass 2.350 Strafzettel ausgestellt werden konnten. Mit den Aktionen will man gegen heimliches Müllabladen, alsoziales Verhalten sowie Lärmbelästigung und nächtliche Ruhestörung vorgehen.

Insgesamt wurden 2012 rund 7.000 Akten von der Polizei und den Bezirksbeamten angelegt, die Sanktionen behandeln. 2011 waren dies 4.000. Bei der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um die öffentliche Sauberkeit und Ordnung (mehrheitlich um Lärmbelästigung).

Auch wegen des Wegwerfens von Zigarettenkippen kann ein Bußgeld verhängt werden. 850 Bußgelder sind deswegen verhängt worden. Des weiteren konnten 2012 zwischen 500 und 1.000 gemischte Vergehen (Ladendiebstahl, Graffiti, Sachbeschädigung...) sanktioniert werden.

Die Stadt soll sauber werden

"Wir haben uns auf Sanktionen konzentriert, damit die Stadt sauber wird", so der Bürgermeister von Elsene, Willy Decourty (PS). "Derzeit befinden wir uns in einer steilen Phase, aber Ziel ist, diese Statistiken durch die Integration von zivilem Verhalten zu drosseln."

Im Vergleich hierzu: Von den Stadtteilen, die bereits eine Bilanz von 2012 vorlegen können, ist auch Sint-Gillis "auf dem aufsteigenen Ast" mit 1.890 Knöllchen 2012 gegenüber  1.131 im Jahr 2011 und 509 im Jahr 2008.

Anderlecht hat übrigens 473 Strafzettel 2012 ausgestellt, 57% von der Polizei und 43% durch Bezirksbeamte.

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