Sicherheitsjacken nicht immer sicher!

Eine Kontrolle des belgischen Wirtschaftsministeriums der in Belgien verkauften Warnwesten hat enttäuschende Ergebnisse gebracht. Nur knapp 4 von den 56 zwischen 2010 und 2011 kontrollierten Signalwesten schienen in Ordnung zu sein und 24 Westen mussten sogar wegen erheblicher Mängel aus dem Handel genommen werden. Weitere 26 Fluorjacken wiesen laut dem Ministerium ein mittelhohes Risiko auf.

Von diesen Westen wurde der Verkauf eingestellt, solange sie nicht behoben worden waren. Eine Nachkontrolle der Mangelware ein Jahr später ergab, dass alle Unternehmen die auferlegten Nachbesserungen durchgeführt haben.

Das Wirtschaftsministerium kontrollierte die administrative Konformität (wie die Etikettierung, das CE-Zeichen, Gebrauchsanweisung, geforderte Papiere und Zertifikate) und die technischen Sicherheitsaspekte (Eigenschaften von fluoreszierenden reflektierenden Materialien). Letzteres erfolgte in einem externen unabhängigen Labor.

Bei den Warnwesten, die laut dem Ministerium mit einem "ernsthaften Risiko" verbunden waren, war das reflektierende Material häufig mangelhaft. Wer die Weste trug, wurde im Dunkeln nicht gesehen.

Das Wirtschaftsministerium appelliert an den Verbraucher, beim Kauf von fluoreszierenden Westen auf mehrere Dinge zu achten. So müssen die Westen mit einer CE-Auszeichnung versehen sein und es muss eine Gebrauchsanleitung beiliegen. Der Aufdruck der Norm EN 1150 oder EN 471 auf dem Etikett ist ein Hinweis darauf, dass die Weste den nötigen Sicherheitsstandards genügt.

Die sichtbarsten Leuchtfarben sind gelb, grün, orange, rot und rosa, heißt es. Die Oberfläche des reflektierenden Materials und der graue Streifen müssen ausreichend groß sein. Eine zu große Öffnung auf der Seite, verhindert die seitliche Sichtbarkeit. 

Das Ministerium warnt auch noch, dass das Tragen eines Rucksacks oder einer anderen Tasche die Sichtbarkeit beeinträchtigten.