Die DG übernimmt den Vorsitz der Euregio Maas-Rhein

Die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens übernimmt turnusgemäß für die nächsten drei Jahre den Vorsitz über die Euregio Maas-Rhein. Diese grenzüberschreitende regionale Gemeinschaft fasst fünf Regionen in drei Ländern zusammen.

Die Euregio Maas-Rhein wurde im Jahr 1976 als Arbeitsgemeinschaft gegründet und ist einer der ältesten grenzüberschreitenden Kooperationsverbände in Europa. 1991 wurde diese Arbeitsgemeinschaft in die Rechtsform einer „Stichting“ nach niederländischem Recht umgewandelt. Seit einigen Jahren hat die Euregio Maas-Rhein (EMR) ihren Sitz in Eupen, der Hauptstadt der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens (DG).

Die DG übernimmt im Turnus den Vorsitz über die EMR für die nächsten drei Jahre von der flämischen Provinz Limburg. Diese Übernahme wurde am Mittwoch mit einer Konferenz im Kultur- und Messezentrum Triangel in Sankt-Vith, der zweitgrößten Stadt der DG im Süden der Region begangen. Diese insgesamt zweite EMR-Dreijahreskonferenz trägt den Titel „Grenzregionen im Spannungsfeld zwischen EU-Strategie und lokalen Bedürfnissen”.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Zukunft aussehen muss, um Antworten auf regionalspezifische Fragen bieten zu können und gleichzeitig den Anforderungen der europäischen Kohäsionspolitik bis 2020 zu genügen. An der Konferenz in Sankt-Vith nahmen am Mittwoch rund 250 Teilnehmer aus den drei EMR-Ländern Belgien, Deutschland und Niederlande teil und zwar aus allen politischen Ebenen: Bund und Länder, Provinzen und Kommunen.

Die Euregio Maas-Rhein setzt sich aus den belgischen Provinzen Limburg und Lüttich, aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, aus der Provinz Südlimburg der Niederlande und aus der Regio Aachen im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfahlen zusammen.