Wasserschaden im Brüsseler Konservatorium

Der denkmalgeschützte Konzertsaal des Königlichen Konservatoriums in Brüssel kann eine Zeit lang nicht mehr genutzt werden. Nach einem Wasserschaden mussten alle Konzerte, die für die kommenden Tage programmiert wurden, abgesagt werden.

Das Direktorium des Konservatoriums musste am Dienstag feststellen, dass die Glaskuppel über dem Konzertsaal die sich durch schmelzenden Schnee bildenden Wassermengen nicht mehr aufhalten konnte.

Das Wasser fand einen Weg durch die veralteten Dichtungen und Rahmen hindurch und tropfte auf Teile der Bühne und auf die ersten Sitzreihen im Saal. Die Techniker des Hauses versuchten dem Wasser durch das Aufstellen von Eimern und mit einer Plastikplane Herr zu werden, was auch gelang. Trotzdem entstand ein Schaden an der Bühne und an mehreren Sitzen im Saal.

Vorerst sind alle Konzerte, die in der kommenden Woche stattfinden sollten, abgesagt worden. Jetzt muss der entstandene Wasserschaden genau unter die Lupe genommen werden. Die Direktion des Konservatoriums befürchtet, dass das Tatwasser und die aktuellen Frosttemperaturen größere Schäden angerichtet haben, denn nicht nur das Parkett der Bühne und im Saal ist angegriffen, sondern auch einige Bereiche des gläsernen Daches.

Dringend Entscheidungen notwendig

Die Vereinigung vzw Conservamus, sie sich seit sechs Jahren für die Renovierung des historisch wertvollen und denkmalgeschützten Bauwerks in Brüssel einsetzt, bedauert den Wasserschaden und spricht von „einem weiteren Vorfall in einer ganzen Reihe von Problemen“.

Das Gebäude verfällt immer mehr und der Verein sieht in den neuerlichen Problem den Beweis für die Dringlichkeit einer politischen Entscheidung, denn man könne nicht mehr länger Improvisieren. Der Unterhalt eines großen historischen Konzertsaals verschlingt Unsummen an Geld. Ob sich die öffentliche Hand das leisten kann, sei dahingestellt.