Gedenkfeiern ein Jahr nach Sierre

In Sierre in der Schweiz und in Löwen, Heverlee und Lommel hier in Flandern wurde ein Jahr nach dem verheerenden Unfall mit einem Reisebus mit belgischen Schulkindern dem Drama gedacht. Bei einer Andacht in der Kirche von Sierre waren viele Belgier zugegen: der Botschafter unseres Landes in der Schweiz aber auch Urlauber, die gerade in der Gegend waren.

Viele Worte konnten der Trauer auch ein Jahr nach dem Drama nicht gerecht werden. Die Helfer von damals, die Einwohner von Sierre und Pastor Robert Zuber verharrten denn auch in Stille und gedachten dem, was nur 500 Meter von der Kirche in Sierre entfernt geschehen war: „Ein Jahr ist vorbei und die Zeit vergeht. Doch dieser 13. März 2012 bleibt auf eine besondere Weise in unserer Erinnerung.“

In der Kirche von Sierre waren auch viele Belgier, zum Beispiel das Ehepaar Johan und Lut Vanderpoorten aus der Nähe von Löwen: „Wir sind hier in Ferien und wollten den Familien unsere Anteilnahme bezeugen. Wir haben zum Glück keine Enkel verloren. Wir wollen aber auch der Witwe des Fahrers, dessen Name von der Erinnerungstafel entfernt wurde, unser Beileid bezeugen. Wir haben Bekannte unter den Familien und den Kindern, die betroffen sind. Wir haben selbst 10 Enkel und sind damit also auch irgendwie konfrontiert.“

Lieve Buntinx und Jan Luyten sind mit ihrer Schule auf Schneeklasse in der Region: „Wir wollen während unserer Schneeklasse eben innehalten und denen, die vor einem Jahr betroffen waren, durch unsere Anwesenheit unsere Unterstützung zusagen und unsere Anteilnahme mitteilen.“

Die belgische Regierung ließ sich von Botschafter Jan Luyckx in Sierre vertreten. „Ich gebe eine Botschaft des Premierministers und der Regierung weiter, in der Belgien den Notdiensten des Kantons Wallis für ihren Einsatz vor einem Jahr noch einmal dankt und in der wir den Opfern und ihren Angehörigen noch einmal unsere Anteilnahme bezeugen“, so der belgische Botschafter im Vorfeld der Andacht in Sierre.