Region Genk vor großen Herausforderungen

Von den 14 Arbeitsmarktregionen in Flandern ist Genk die schwächste. Die angekündigte Schließung von Ford Genk stellt die Region vor große Herausforderungen. Das steht in einem Bericht der Zentrale für die Arbeits- und Sozialwirtschaft (Steunpunt Werk en Sociale Economie, WSE).

Flandern zählt 14 lokale Arbeitsmarktgebiete. Das sind Regionen, in denen ein Großteil der Bevölkerung täglich zu einem großen Arbeitsort pendelt. Von diesen Pendeleinzugsgebieten ist Genk das schwächste.

Mit der Schließung von Ford Genk steht die Region vor einer „immensen Herausforderung. Es muss die Zahl Arbeitssuchenden in Grenzen halten, denn Jobs sind in dieser Gegend sowieso nicht gerade im Überfluss.“

Die Schließung der Autofabrik könnte die Zahl der Arbeitssuchenden in der Region verdoppeln. "Ende November 2012 zählte das Genker Arbeitsmarktgebiet rund 8.800 nicht arbeitende Personen, die eine Beschäftigung suchten. Die heutige Zahl Arbeitssuchender entspricht also etwa der Zahl der Stellen, die bei Ford und seinen Zulieferern auf der Kippe stehen", steht noch in dem Bericht.

Die Zukunft hänge davon ab, inwieweit lokale Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen werden könnten, heißt es weiter.

In der Region gebe es sowieso nicht gerade viele Jobs: Pro 100 Einwohner im arbeitsfähigen Alter seien in der Genker Gegend nur 62 Arbeitsplätze verfügbar. Außerdem habe das Genker Arbeitsmarktgebiet schon jetzt den niedrigsten Beschäftigungsgrad (60 Prozent) und gleichzeitig die höchste Arbeitslosenrate (10,2 Prozent).

Die Chance ist also groß, dass sich Arbeitssuchende außerhalb der Region umsehen müssen, wenn sie einen neuen Job haben wollen. In diesem Fall wird der durchschnittliche Wohn-Arbeitsplatz-Abstand, der derzeit bei 28 Kilometern liegt, zunehmen und das Gebiet Genk vermutlich im Arbeitsmarktgebiet Hasselt aufgehen.