Flandern überweist 480.000 € falsch

Die flämische Regierung hat knapp eine halbe Million Euro zur Anlegung von gefährlichen Kreuzungen an Studienbüros bezahlt, die jedoch nichts mit den Projekten zu tun hatten. Es handelt sich um hunderte von Rechnungen, die bezahlt wurden. Das Geld will die flämische Regierung jetzt wieder zurückhaben.

Als das Projekt 2000 ins Leben gerufen wurde, gab die flämische Regierung die Umsetzung und die Finanzkontrolle einer Firma in Auftrag. Nach einem negativen Bericht des Rechnungshofes übernahm das Straßenbau- und Verkehrsamt letztes Jahr jedoch selbst die Verwaltung der Rechnungen und hat, wie sich jetzt herausstellt, Fehler gemacht. Es hat Rechnungen für knapp eine halbe Million Euro fälschlicherweise genehmigt. Die Rechnungen sind an die verkehrten Auftraggeber gegangen.

"Aus den Fehlern Lehren gezogen"

"Dass das alles schiefgegangen ist, liegt vor allem an der unglücklichen Konstruktion aus dem Jahr 2000", betont die flämische Verkehrsministerin Hilde Crevits (CD&V) (Foto).

"Dabei war eine Firma, TV3V, für die gesamte Verwaltung des Verkehrskreuzungsprojekts eingeschaltet worden. Die Firma leitete Rechnungen für die Wiederanlage der Kreuzungen weiter, das Straßenbauamt segnete sie daraufhin ab."

Nach dem für die Firma verheerenden Bericht des Rechnungshofes, hatte das Straßenbau - und Verkehrsamt jedoch die Verwaltung selbst in die Hand genommen und ist auf Überweisungen gestoßen, die sie eigentlich nie hätte absegnen dürfen.

Die entsprechenden Studienbüros sind inzwischen informiert worden, um das Geld so schnell wie möglich zurückzubezahlen.

Die flämische Verkehrsministerin hat in der VRT-Frühsendung gesagt, dass sie aus dieser Sache Lehren gezogen habe: "Bei so einem großen Projekt ist es nicht sehr klug, die Kontrolle der Abrechnungen durch eine dritte Instanz ausführen zu lassen. Ich denke, dass die Menschen des Verkehrsamtes das selbst machen müssen. Sie haben die Kontrolle jetzt selbst in die Hand genomen und das ist der richtige Weg."