Gent-Wevelgem: Sagan beweist seine Klasse

Peter Sagan (Cannondale) hat seinen ersten Radsportklassiker gewonnen. Der Slowake war eine Klasse für sich und fuhr solo über die Ziellinie. Tom Boonen musste nach einem Sturz aufgeben.

Das Winterwetter im Frühling machte den Veranstaltern und Teilnehmern einen Strich durch die Rechnung. Wegen Schneefalls und eisiger Glätte fiel das Radrennen in diesem Jahr 50 km kürzer aus.

Direkt nach dem feierlichen Start in Deinze wurden die Fahrer mit dem Bus zum eigentlichen Start nach Gistel gebracht. Hier trübte keine Schneeflocke den Parcours.

Omega Pharma-Quick Step sprengte das Peloton mit seiner Taktik sogleich auseinander. Später bildeten sie wieder ein großes Hauptfeld von gut 75 Mann.

Kurz vor der Besteigung des Kemmelberg musste Cancellara, der Sieger von EE3 Harelbeke, aufgeben. Tom Boonen (Foto) tat es ihm wenig später unfreiwillig nach, denn er stürzte über einen Bordstein und blieb mit verletztem rechten Knie liegen.

Nach dem Kemmelberg gesellte sich eine Gruppe mit u. a. Sagan, Van Avermaet, Eisel, Vandenbergh und Debusschere zum Anführertrio. In der Verfolgung klappte die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Teams nicht wirklich.

 

Sagan wartet nicht auf den Sprint

In der Kopfgruppe war man sich dagegen wohl schlüssig: Sagan und sein Teamgefährte Bodnar bestimmten das Tempo.

Zwar ließ man im Peloton den Kopf nicht sinken, aber der Anschluss sollte bei dieser Ausgabe von Gent-Wevelgem nicht mehr gelingen.

4 km vor dem Ziel setzte Sagan sich ab. Ein Sprint war für den Slovaken kein Programm. Seinen ersten großen Sieg feierte Sagan ausgelassen mit einem Wheelie ...

Borut Bozic (Astana) landete auf dem zweiten, der Belgier Greg van Avermaet (BMC) auf den dritten Platz.