Später Winter treibt die Gemüsepreise in Höhe

Bestimmte Gemüsesorten wie Kartoffeln, Radischen und Blumenkohl werden in diesem Frühjahr bis zu einem Drittel mehr kosten. Schlud daran ist der späte Wintereinbruch des vergangenen Wochenendes. Das schreibt die Zeitung Het Laatste Nieuws.

"Vor zwei Wochen, als es einige Tage lang warm war, hatten die Bauern bereits hunderte Hektar dieser Gewächse ausgesät, aber wegen der überraschenden Eiseskälte sind diese alle kaputt gegangen", sagt der Landwirtschaftsexperte Luc Busschaert. Die Verluste würden auf die Preise aufgeschlagen, heißt es weiter.

"Kartoffeln werden den absoluten Rekordpreis vom letzten Jahr um ca. 10 Prozent überschreiten. Die Pommes Frites werden aber nicht teurer: Die Frittüren haben noch einen großen Vorrat an tiefgefrorenen Fritten." Für Erbsen rechne Busschaert mit einer Preissteigerung von 25 Prozent und Frühsalat, Blumenkohl, Spinat und Radischen würden sicher ein Drittel teuerer werden.

"Auch bei Spargel rechne ich mit einer Zunahme von 20 Prozent, bei Erdbeeren um 10 bis 15 Prozent. Sogar Fleisch kann einige Prozent teurer werden. Die Kühe können jedenfalls nicht auf die Weide, weil kein Gras da ist. Dadurch müssen die Bauern mehr Kraftfutter geben."

Laut Wettervorhersage soll es übrigens mindestens bis zum Osterwochenende kalt bleiben.

Der Bauernverband sagt hingegen, dass es noch zu früh sei, um von der derzeitigen Eiseskälte auf die Gemüsepreise zu schließen.