"Falschparkende Fahrräder werden abgeschleppt"

Die Stadt Löwen will die Radfahrer dazu bringen, ihren Drahtesel in den dazu vorgesehenen Stellplätzen unterzubringen. Vor allem am universitätsnahen Rector De Somerplein, wo ein Fahrrad-Parkplatz eingerichtet wurde, will die Polizei jetzt hart durchgreifen und droht damit, wild abgestellte Räder abzuschleppen.

Löwens Bürgermeister Louis Tobback (SP.A), der für seine oftmals recht forsche Vorgehensweise bekannt ist, kündigte im Rahmen der Stadtratssitzung am Montagabend an, dass er die Polizei bitten wird, falsch geparkte Fahrräder in der Umgebung des Rector De Somerplein in der Nähe der Katholischen Universität (KUL) der Stadt rigoros zu entfernen.

Tobback (Foto) hatte in den vergangenen Tagen festgestellt, dass die Kreuzung Naamsestraat-Muntstraat mit wild abgestellten Fahrrädern glatt zugestellt war: „Wenn in der Muntstraat jemand in Not geraten wäre, dann hätte ihn der Krankenwagen nicht erreichen können!“

Der neue und teure Fahrrad-Parkplatz am Rector De Somerplein stand mit seinen 560 Stellplätzen in den vergangenen Tagen, seit der kürzlich erst erfolgten Eröffnung, zumeist leer da (+/- 18 Räder pro Tag). Doch Bürgermeister Tobback will die Rad fahrenden Studenten jetzt mit drastischen Maßnahmen dazu zwingen, ihre Drahtesel dort abzustellen. Im Rathaus polderte er am Montagabend gegen „Faulpelze, die ihr Rad nicht ordnungsgemäß abstellen wollen, weil sie zu weit laufen müssen“ und gegen solche Zeitgenossen, die ihr Fahrrad einfach irgendwo abstellen.

Solche Drohungen und entsprechende Abschleppaktionen hatten in der jüngeren Vergangenheit am Martelarenplein am Löwener Bahnhof Erfolg gehabt. Dort wurden mehrmals alle einfach irgendwo abgestellten Fahrräder weggeräumt und danach nutzten alle Betroffenen die entsprechenden Stellplätze.