Flanderns Taxifahrer sollen zu Botschaftern werden

Taxifahrer, Droschkenkutscher und die Fähr- und Bootsleute, die im belgischen Bundesland Flandern unterwegs sind, sollen in Zukunft zu touristischen Botschaftern werden. Ein entsprechendes Projekt unter dem Titel „Info in the go“ wurde am Dienstag in Mechelen vorgestellt.

Der neu gegründete Verband der flämischen Kunststädte (vzw. Kunststeden Vlaanderen) vereinigt die weltberühmten historischen Städte Antwerpen, Brügge, Gent, Löwen und Mechelen. Der Verband sucht nach Möglichkeiten, die Trümpfe dieser Städte auf touristischer Ebene zu bewerben. Das erste Projekt lautet auf den Namen „Info on the go“ und richtet sich an Taxifahrer, Fähr- und Bootsleute sowie an die Kutscher der Pferdedroschken.

Diese sind zumeist die ersten und einzigen lokalen Ansprechpartner für Touristen und andere Gäste in den oben genannten Kunststädten. Diesen Umstand will der Verband der Kunststädte nutzen und diese Kreise zu touristischen Botschaftern ausbilden. Flanderns Landestourismusminister Geert Bourgeios (N-VA) macht für das Projekt „Info on the go“ 305.000 € frei.

Dessen Kabinettschef, Mark Andries, gab bei der Vorstellung in der Brasserie der Brauerei Het Anker in Mechelen zu erkennen, dass die Gäste und Touristen vor Ort im Taxi die ersten Eindrücke in einer Stadt unternehmen: „Angesichts dessen, dass diese ersten Erfahrungen und Eindrücke enorm wichtig sind, wollen wir Taxifahrer, Bootsleute und Fiaker in den touristischen Informationszyklus mit einbeziehen.“

Das bedeutet zum Beispiel, dass ein Taxifahrer seinen Fahrgästen durchaus erzählen sollte, wo er lang fährt, bzw. welche Sehenswürdigkeiten auf dem Weg liegen. Sie könnten sogar eigene Erfahrungen weitergeben oder selbst Tipps geben, was interessant in ihrer Stadt sein könnte. Neben entsprechender Ausbildung will der Kunststädte-Verband den Betroffenen auch Stadtpläne, Landkarten und Infomaterial mit auf den Weg geben.