Flanderns Sozialisten fordern gerechte Löhne

Die flämischen Sozialisten SP.A haben ein neues Grundsatzprogramm verabschiedet, dass wieder zu den linken Wurzeln finden soll. Die SP.A fordert Mindestlöhne und eine Senkung der hohen Lohnkosten in Belgien. Die deutsche Niedriglohn-Politik lehnen Flanderns Sozialisten rundweg ab.

Flanderns Sozialisten SP.A fordern in ihrem neuen Grundsatzprogramm eine gerechtere Lohn- und Steuerpolitik. Die Schaffung von Niedriglohnjobs, wie in Belgiens Nachbarland Deutschland lehnt die SP.A rundweg ab, wie Parteichef Bruno Tobback (Foto) sagte.

Die Partei fordert vielmehr eine gerechte Bezahlung von Arbeit und eine Steuerreform, die es erlaubt, die zu hohen Lohnnebenkosten in Belgien deutlich zu senken, um so vernünftige Arbeitsplätz schaffen zu können.

Allerdings sollen die Beschäftigten in unserem Land auch in den Augen der SP.A länger arbeiten, um das Sozialsystem aufrecht zu erhalten. Das neue Grundsatzprogramm der flämischen Sozialisten ist wieder deutlich links einzuordnen.

Neben sozialen Themen diskutiert die SP.A auch gesellschaftliche Sachverhalte. So kritisieren einige Parteimitglieder zum Beispiel das Kopftuchverbot in Schulen und am Arbeitsplatz in öffentlichen Dienst. Ein solches Verbot sei in einer so multikulturellen Gesellschaft, wie der in Belgien, kaum aufrecht zu erhalten, hieß es dazu.