Sparen: Erst kommt das Haus und dann die Kinder

Nach einer Umfrage der ING-Bank bei tausenden europäischen Inhabern von Sparkonten wurde deutlich, dass die Sparer in erster Linie ihr Geld zur Begleichung von unerwarteten Ausgaben auf die hohe Kante legen. Daneben wird auch Geld für die Kinder gespart. Nur in Belgien ist das anders.

Die meisten der von ING rund 1.000 befragten Sparer aus Belgien wollen ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung mit ihrem Gesparten finanzieren. Erst danach, wenn alle anderen Kosten bezahlt und alle Rechnungen bezahlt sind, werden die Kinder bedacht. Wie groß die Unterschiede zwischen den einzelnen europäischen Ländern sind, teilte die ING-Bank in ihrer Studie leider nicht mit.

Eines wurde aber deutlich: Durch die Krise sind die meisten Europäer weniger dazu geneigt, Geld zu sparen und das ist auch in Belgien nicht anders. 28 % der befragten Belgier gab gegenüber ING sogar an, überhaupt kein gespartes Geld zu haben. Europaweit liegt dieser Wert bei durchschnittlich 30 %. Und die Belgier, die über Sparkonten verfügen, haben das Gefühl, ohnehin nicht genug auf die hohe Kante gelegt zu haben. Dies gaben zumindest 23 % der befragten Landsleute zu verstehen.

Um allerdings die gesparte Summe möglichst stabil zu halten, verzichten die Belgier - genau, wie die meisten anderen Europäer – auf einige Ausgaben, bzw. sie versuchen dabei zu sparen. Das betrifft zum Beispiel Ausflüge oder das Ausgehen, aber auch Kleidung oder Körperpflege. Auch die Ausgaben im Bereich mobiles Telefonieren, Internet und Energie (Gas, Strom und Wasser) werden zurechtgeschnitten.