Belgiens Inflationsrate sinkt weiter

Die Inflation in Belgien ist weiter leicht gesunken und liegt nach jüngsten Berechnungen derzeit bei 1,11 %. Der Gesundheitsindex, der auch für den Lohn- und Gehaltsindex maßgebend ist, stieg leicht an, erreichte aber den Grenzwert nicht. Damit steigen auch nicht die Bezüge der Arbeitnehmer.

Im März 2013 ist die Inflation in Belgien von 1,19 % auf 1,11 % gesunken und steht damit auf dem tiefsten Wert seit Februar 2010. Dieser Wert liegt sogar unter den Voraussagen der Europäischen Zentralbank (EZB), denn die EU-Währungshüter hatten für Belgien eine Inflationsrate von derzeit 2 % vorausgesagt. Damit sank die Inflation in unserem Land zum fünften Mal in Folge.

Der Warenkorb, über den sich die Inflationsrate errechnet, weist einige Preise auf, die gestiegen sind. Im März waren dies Auslandsreisen, Frischgemüse, Fleisch und Restaurantbesuche. Im Gegensatz dazu sanken die Preise für Kraftstoffe im zu Ende gehenden Monat März.

Der belgische Industrieverband Agoria appellierte in diesem Zusammenhang ein weiteres Mal an die Bundesregierung, das Indexsystem zur Berechnung von Löhnen und Gehältern zu überdenken und anzupassen. Die Unterschiede in diesem Bereich zwischen Belgien und den Nachbarländern bleibe dadurch zu groß und sorge damit für Nachteile im internationalen Wettbewerb und bei der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen.