Duferco: Ein Stahlwerk macht dicht

Die Belegschaft des von Konkurs bedrohten wallonischen Stahlwerks von Duferco in La Louvière hat sich für die Schließung des Standorts ausgesprochen. Ohne diese Zustimmung wäre das Werk pleite gegangen und die Arbeiter hätten ohne Abfindung und geordnetem Sozialplan auf der Straße gestanden.

Die Schließung des belgischen Standorts des Schweizer Stahlunternehmens Duferco im wallonischen La Louvière bringt für 400 Arbeiter und Angestellte erst einmal die Arbeitslosigkeit. Am Mittwoch stimmten sie anlässlich einer außergewöhnlichen Betriebsratssitzung für die Schließung ihres Werks.

Damit machten die den Weg für Sozialverhandlungen, für Vorruhestands- und Frührentenregelungen sowie für Abfindungen frei. Hätten sie sich der Schließung wiedersetzt, wäre Duferco in Belgien in Konkurs gegangen und damit wäre für das Personal wohl alles verloren gewesen.

Der Duferco-Standort in La Louvière musste bereits vor mehreren Jahren umstrukturiert werden. Als der schweizerische Stahlkonzern Duferco im Jahr 2006 mit der russischen Stahlgruppe Novolipesk Steel (NLMK) eine Allianz verabredete, ging ein Teil des Werks an dieses Unternehmen.

Eine Zeit lang ging es bei Duferco in La Louvière recht gut, doch in der letzten Zeit kam es auch durch die allgemeine Wirtschaftskrise zu empfindlichen Auftragsrückgängen am Standort und so musste die Schließung des Standorts in Angriff genommen werden. NLMK ist von den Problemen bei Duferco nicht betroffen. Die Direktion teilte mit, von einer drohenden Schließung ihres Bereichs könne keine Rede sein.