Neue Population Ringelnattern entdeckt

In Wervik, unweit der französischen Grenze, ist eine neue Population Ringelnattern entdeckt worden. Damit kommen diese völlig ungefährlichen Wasserschlangen an insgesamt vier Orten in Flandern vor, wie der Naturschutzbund Natuurpunt meldet.

Die Ringelnatter (natrix natrix) ist eine sehr scheue und ungefährliche Schlangenart, die auch in Mitteleuropa vorkommt. Diese Wasserschlange braucht Kompost, um ihre Eier legen zu können. In den Lage Meersen, eine feuchte Graslandschaft bei Wervik unweit der französischen Grenze bei Bousbeque, wurden bereits öfter Ringelnattern beobachtet.

Nach Angaben von Natuurpunt kommen diese Ringelnattern aus Frankreich aus der Region Pas-de-Calais. Um aber nach Wervik im Süden von Westflandern zu gelangen, hätten sie dicht besiedeltes Gebiet und Industrieregionen durchqueren müssen - eher unwarscheinlich. Bei Natuurpunt vermutet man eher, dass die Reptilien nach Wervik „transportiert“ wurden - vielleicht über Komposttransporte. In den Lage Meersen angekommen, haben sie sich weiter vermehrt und eine eigene, neue Population gebildet.

Damit sind im belgischen Bundesland Flandern jetzt insgesamt vier solcher Ringelnatter-Populationen bekannt. Neben Wervik finden sich solche Aufkommen auch in De Zegge in Geel (Provinz Antwerpen); im Molenbeek-Tal im Pajottenland westlich von Brüssel in der Umgebung von Jette, Ganshoren und Zellik und in der Gegend von Hoegaarden in Flämisch-Brabant, genauer im Umland des Ortsteils Meldert. Hier betreut Natuurpunt übrigens das Naturschutzgebiet Velpe-Mere, wo Brutstätten für Reptilien entstanden sind.