Down-Syndrom-Check lässt Niederländerinnen nach Belgien strömen

Schwangere Niederländerinnen lassen sich in Belgien Blut abnehmen, um herauszufinden, ob ihr Ungeborenes vom Down-Syndrom (Trisomie 21) betroffen ist. In den Niederlanden sind solche Bluttests auf das Down-Syndrom verboten. Das schreibt die niederländische Zeitung Trouw.

Der vorgeburtliche Bluttest auf das Down-Syndrom analysiert anhand des Bluts der schwangeren Frau, ob ihr ungeborenes Kind ein dreifach statt zweifach vorhandenes Chromosom 21 besitzt und somit das Down-Syndrom oder eine andere Chromosomabweichung hat.

Mehrere medizinische Einrichtungen wie die VUmc in Amsterdam oder das Leids Universitair Centrum von Leiden (LUMC) würden diese Tests gerne selber durchführen, sind aber von der niederländischen Gesundheitsministerin Edith Ingeborg Schippers zurückgepfiffen worden. Ein begonnenes Pilotprojekt habe nicht die erforderliche Genehmigung gehabt, sagt sie. Außerdem wolle sie weitere Untersuchungen durchführen lassen, um herauszufinden, ob der Test tatsächlich so gut sei.

Das Antwerpener Privatlabor Gendia führt diese Tests bereits seit Mitte Januar durch. Jede Woche würden sich 10 werdende niederländische Mütter dort melden, erklärt der Direktor Patrick Willems gegenüber der Zeitung Trouw. Er rechne ab April mit hundert Frauen pro Woche, die in Antwerpen diesen Test durchführen lassen wollten, heißt es weiter.