Ford Genk: Noch kein Abkommen für Angestellte

Die Angestelltengewerkschaften von Ford Genk haben laut Sozialvermittler zwei Tage voll "konstruktiver Gespräche" mit der Direktion hinter sich. Eine Einigung konnte jedoch noch nicht erzielt werden. Die Arbeiter werden langsam nervös, denn solange kein Abkommen bei den Angestellten gefunden ist, solange können auch die Abkommen der Arbeiter nicht unterzeichnet werden. Das sorgt für Unmut bei den Arbeitern von Ford und den Zulieferunternehmen.

Erst am 11. April soll weiter verhandelt werden. Das macht die Arbeiter nervös, da ihre Entwürfe für das Sozialabkommen so gut wie fertig sind. Sie können aber erst unterzeichnet werden, wenn auch die Angestellten eine Einigung erzielt haben. In einigen Unternehmen ist sogar schon eine Vorvereinbarung zum Abkommen unterschrieben worden.

Die Direktionen versuchen unterdessen, die Gemüter zu beruhigen, indem sie betonen, dass die Unterschrift des Vertrags nur noch eine Formalität sei, die in den nächsten Tagen erfolgen werde, aber die Arbeiter sind alles andere als beruhigt.

Sie wollen Gewissheit darüber, wie das Ausscheiden der Beschäftigten gestaltet wird, wenn Ford am 1. Juni von zwei Stellen auf eine Stelle umstellt. Es wird schwierig, die Zahl der freiwillig ausscheidenden Arbeiter und die Zahl der Menschen, die weiterhin für die Autoproduktion nötig ist, im Gleichgewicht zu halten. Fragen wie, wer darf als erstes gehen und wer wird verpflichtet, zu bleiben, werden immer lauter.