Flandern als Radnation ausbauen

Flandern bietet jede Menge Möglichkeiten für Radsportfans. Dieses Potenzial müsse ausgebaut werden, betonte der flämische Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V) bei einer Fragenrunde im "Zentrum Flandern-Runde", einem Besucherzentrum und Reality-Museum in Oudenaarde am Samstag. Er hob dabei fünf große Punkte für eine integrierte Fahrradpolitik hervor. Die Fragerunde fand vor dem Hintergrund der 97. Ausgabe der am morgigen Sonntag statt findenden Flandern-Runde statt.

"Erstens müssen wir mehr zum täglichen Gebrauch des Fahrrads anregen", so Peeters. "Daneben muss die Radinfrastruktur weiter ausgebaut weren. Ich denke dabei an neue Anlagen, den Unterhalt von bestehenden Radwegen, aber zum Beispiel auch an bessere Ausschilderungen. Ich möchte außerdem darauf hinweisen, dass während dieser Legislatur, unter Hilde Crevits, bereits viel ausgerichtet worden ist. Nicht umsonst werden jedes Jahr 100 Millionen Euro in Radwege investiert."

Ein weiterer Punkt, der unbedingt angegangen werden müsse, sei die Erhöhung der Sicherheit für Radfahrer, so der Ministerpräsident von Flandern. Auch soll das Rad vor dem Hintergrund der Verkehrsüberlastung als Alternative mehr in den Vordergrund treten. "Wenn ich den Erfolg von Radsharing-Systemen in Kopenhagen, Amsterdam oder London sehe, dann gibt es auch bei uns noch Potenzial."

Schließlich will Peeters die Menschen auch über den Erfolg von Wettkämpfen im Radsport dazu anregen, häufiger aufs Fahrrad umzusteigen.

Am Ostersonntag steht in Flandern wieder die Flandern-Rundfahrt auf dem Programm. Es ist die 97. Auflage der "Ronde". 26 Mannschaften sind dabei, alle 19 aus der WorldTour sowie sieben Zweitdivisionäre.

Die Politiker Kris Peeters und Alexander De Croo haben am Samstag schon einmal zusammen mit 16.000 Touristen einen Teil der Flandern-Runde bestritten (großes Foto). De Croo fiel allerdings hin und musste wegen einer Verletzung am Bein mittendrin aufgeben.