Cancellara gewinnt unsere Runde

Fabian Cancellara (RadioShack) hat zum zweiten Mal nach 2010 die Flandern-Rundfahrt gewonnen. Er kam solo in Oudenaarde ins Ziel. Der Belgier Tom Boonen hatte nach einem Sturz nach knapp 20 Kilometern aufgeben müssen.

Nach knapp 20 Kilometern war die Runde für den Titelverteidiger Tom Boonen bereits zu Ende. Der Belgier musste einem Lkw ausweichen, streifte einen Pfosten und stürzte.

Niedergeschlagen wegen des soundsovielten Rückschlags in diesem Frühjahr gab Boonen auf. Boonens Knie musste genäht werden und damit ist auch nicht mehr sicher, ob er bei Paris-Roubaix antreten können wird.

Wie lief es für die anderen Fahrer?

Zu Beginn gelang es keiner einzigen Gruppe, sich mehr als eine Minute von einem nervösen Peloton zu entfernen. Das Peloton holte die Ausreißer immer wieder ein.

Nach dem Koppenberg fuhren fünf Fahrer vorneweg: Die Teamkameraden Greipel und Sieberg, Kwiatkowski, Tjallingii und De Vreese. Da die Unterschiede nie groß waren, schafften Selvaggi und Minard auch noch den Sprung zu den Fünfen.

Die Favoriten, Cancellara und Sagan an der Spitze, verhielten sich während der ersten beiden Aufstiege Oude Kwaremont-Paterberg auffallend ruhig. Das Peloton lichtete sich eher durch Pech als durch Tempobeschleunigung.

Als der Anstieg am Oude Kwaremont das letzte Mal bewältigt werden musste, leitete Cancellara schlau eine erste Attacke ein und nur Peter Sagan konnte Cancellara noch -  wenn auch mit Mühe - folgen.

Noch vor dem Paterberg schlossen sich beide dem Belgier Jurgen Roelandts an. Chavanel, Langeveld und Boasson Hagen waren geschlagen.

Cancellara und Sagan arbeiteten zunächst noch weiter zusammen. Am Paterberg, 14 km vor dem Ziel, konnte Cancellara dann aber seine beiden letzten Konkurrenten abhängen. Erst musste Roelandts passen und kurz danach musste sich auch Sagan vor Cancellara verbeugen. Meter für Meter entfernte sich Cancellara von seinen Konkurrenten.

Im Ziel hatte Cancellara dann sogar einen Vorsprung von 1:26 Minuten auf den zweitplatzierten Slowaken Sagan. Letzterer setzte sich im Finish gegen Roelandts durch.

Wie schon vor drei Jahren konnte der Schweizer Cancellara seinen Sieg zu 100 Prozent genießen. Alles Elend, das er letztes Jahr in der Runde mitmachen musste (2012 war er schwer gestürzt) war am heutigen Sonntag dann vergessen.