Boonen: "Roubaix fahren ist keine Option"

Nach seinem schweren Sturz gleich zu Beginn der Flandernrundfahrt kann Landesmeister Tom Boonen am kommenden Wochenende wohl nicht bei Paris-Roubaix antreten. Damit erweist sich das Jahr 2013 für Belgiens beliebtesten Radprofi bis jetzt als ein Katastrophenjahr.

Nach einigen Verletzungen und Pausen wollte Tom Boonen (Omega Pharma - Quick Step) während den flämischen Frühjahrsklassikern endlich wieder zuschlagen und er galt nicht zuletzt als einer der Topfavoriten bei der Flandernrundfahrt am Ostersonntag. Doch ein Sturz nach knapp 19 km machte diesem Vorhaben einen gründlichen Strich durch die Rechnung.

Zwar konnten die Ärzte im Krankenhaus von Roeselare am Sonntag kleine Brüche feststellen, doch klaffende Wunden am rechten Knie und am linken Ellenbogen sorgen bei ihm für heftige Schmerzen. Die Wunde am Knie musste sogar mit einigen Stichen genäht werden. Boonen war auf die linke Körperhälfte gefallen und musste einige Augenblicke lang mit dem Atem ringen.

Am Montag gab Boonen bekannt, dass er am kommenden Sonntag nicht bei Paris-Roubaix antreten werde: „Es ist schwer, einem Rennen wie Paris-Roubaix nicht zu verfallen, aber teilnehmen ist wirklich keine Option. Ich kann echt nicht fahren. Ich habe schmerzen und dass wir in den nächsten Tagen wohl so bleiben. Leider ist 2013 nicht mein Jahr…“

Boonen gab an, dass der Sturz zwischen Kilometer 19 und 20 bei hohem Tempo geschah: „Es passierte, als ich am Rand des Pelotons hinter Stijn Vandenbergh fuhr. Das Tempo war enorm, als das Peloton plötzlich nach links schwenkte. Wir schwenkten mit, doch plötzlich berührte ich ein Plastikschild am Straßenrand und ging zu Boden.“