Weniger neue Autos - Ford verliert viele Kunden

Im vergangenen Monat März sind in Belgien rund 7.000 neue Autos weniger angemeldet worden, als im März 2013. Der belgische Automobilverband Febiac befürchtet einen anhaltenden Trend. Ford verliert wohl aus Imagegründen sehr viele Kunden am belgischen Automarkt.

Der belgische Automobilverband Febiac stellt fest, dass landesweit auf Jahresbasis im Vergleich zwischen März 2013 und März 2013 rund 7.000 Neuwagen weniger angemeldet wurden. Das ist ein Rückgang im mehr als 11 %. Auch der Verkauf von Last- und Lieferwagen ist stark rückläufig. Febiac geht davon aus, dass der Verkauf von neuen Autos in der ersten Jahreshälfte deutlich unter den Zahlen des Vorjahres liegen wird.

Die größten Verluste muss Ford hinnehmen. Nach der Ankündigung der Schließung des Ford-Werks im limburgischen Genk für Ende 2014, durch die tausende Beschäftigte ihre Arbeit verlieren und durch die eine ganze Region an wirtschaftlicher Kraft einbüßen wird, halten sich die Kunden gegenüber der Marke zurück.

Im März 2013 wurden 39 % weniger Ford-Autos in Belgien angemeldet, als im März 2012. Im ersten Quartal 2013 stand der Zähler bei einem Minus um 30 %. Ford war einmal die fünfte Marke in Belgien, doch jetzt steht sie nur noch auf Rang 9.

Der Rückgang geht offenbar effektiv auf die Schließung zurück und ist deutlich auf den dadurch entstandenen Imageschaden der Marke zurückzuführen. Ein weiterer Grund für Zurückhaltung am hiesigen Markt ist auch die Tatsache, dass viele bestellte Neuwagen bei Ford in Genk blockiert wurden, weil sie von den Gewerkschaften als Faustpfand für die Verhandlungen des Sozialplans genutzt wurden.