Greenpeace mit Gerichtsvollzieher bei Regierung

Greenpeace kritsiert die Regierung in Sachen atomare Sicherheit. Die Organisation tat dies ganz offiziell und schickte einen Gerichtsvollzieher in die Wetstraat 16, dem Büro des Premiers Elio Di Rupo.

"Innerhalb und außerhalb unserer Grenzen befinden sich rund 20 Atomreaktoren. Nirgendwo sonst auf der Welt", so Greenpeace, "stehen die Atomkraftwerke so nah an großen Ballungszentren. Im Falle eines Unfalls, und dabei muss man nicht einmal an Fukushima denken, muss die Regierung fast die gesamte Bevölkerung evakuieren oder in Sicherheit bringen. Die Notpläne genügen nicht und unser Land hält sich auch nicht an internationale Absprachen. Mit einer echten Zustellungsurkunde fordert Greenpeace jetzt Maßnahmen."

"Wir wollen, dass die Regierung neue und eindeutige Notpläne anfertigt, die das gesamte belgische Territorium als eine Atomgefahrenzone sehen. Macht sie das nicht oder nimmt inzwischen Maßnahmen beziehungsweise fällt Entscheidungen, die das atomare Risiko noch erhöhen, zum Beispiel die Erlaubnis, Doel 3 und Tihange 2 wieder ans Netz zu schließen, dann werden wir die Regierung effektiv vor Gericht bringen", heißt es bei Greenpeace.

"Die Regierung muss sich an den vereinbarten Atomausstieg halten."