Bald Schnelltram von Hasselt nach Maastricht

Mit der Zustimmung der Gemeinde Diepenbeek bei Hasselt in der flämischen Provinz Limburg ist der Weg für den ersten Teil so genannten „Spartakusplans“ zum Bau einer Schnelltram-Verbindung zwischen Hasselt und Maastricht in Niederländisch-Südlimburg frei.

Der „Spartakusplan“ (großes Foto) soll der Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs in der Provinz Limburg dienen.

Der Plan sieht die Wiederinbetriebnahme von stillgelegten Bahnlinien und den Bau von Schnelltram-Verbindungen vor. Der erste Teil des Plans betrifft den Bau einer schnellen Überlandverbindung mit modernen Straßenbahnen zwischen den Hauptstädten der Provinzen Limburg in Flandern und Südlimburg in den Niederlanden, Hasselt und Maastricht, vor.

Diepenbeek ist nach Hasselt, Bilzen und Lanaken die letzte flämisch-limburgische Gemeinde, die sich noch mit der regionalen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn, mit der bahneigenen Infrstruktur-Gesellschaft Infrabel und mit der Landesagentur für Verkehr über die Modalitäten des Plans geeinigt hat.

Der Entschluss, dem „Spartakusplan“ zuzustimmen, bringt für Diepenbeek, wo sich große Teile der Hasselter Universität niedergelassen haben, einschneidende Bauarbeiten mit sich, wie Bürgermeister Patrick Hermans (Puur) anmerkt: „Es kommt ein neuer Viadukt über die N76, ein Tunnel in Lutselus an der (2010 eingestürzten) ehemaligen Kirche und eine Umgehungsstraße rund um die gesamte Gemeinde.“

Doch der Bürgermeister macht sich stark dafür, dass der Plan umgesetzt wird und hofft, dass die Schnelltram von Hasselt nach Maastricht über seine Gemeinde 2017 in Betrieb genommen wird. Weitere schnelle Straßenbahnlinien sollen zwischen Hasselt und Maasmechelen bzw. der verkehrstechnisch stark vernachlässigten Region im Norden Limburgs entstehen.