Belgien: Arbeitskosten mit am höchsten in EU

2012 betrugen die Arbeitskosten pro Stunde 37,2 Euro in Belgien. Damit steht Belgien an dritter Stelle in der Europäischen Union hinter Schweden (39 Euro) und Dänemark (38,1 Euro) und noch vor Luxemburg (34,6 Euro) und Frankreich (34,2 Euro). Diese Schätzungen sind am Mittwoch von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht worden.

Am anderen Ende der Tabelle stehen Bulgarien (3,7 Euro), Rumänien (4,4 Euro), Litauen (5,8 Euro) und Lettland (6 Euro) mit den niedrigsten Lohnkosten pro Stunde.

Im Durchschnitt werden die Arbeitskosten pro Stunde in der Gesamtwirtschaft 2012 (ausgenommen der Landwirtschaft und der öffentlichen Verwaltung) auf 23,4 Euro in der EU und auf 28 Euro in der Eurozone geschätzt.

In der Handelswirtschaft sind die Arbeitskosten pro Stunde in der Industrie am höchsten gewesen (24,2 Euro in der EU und 30,3 Euro in der Eurozone). Danach folgen Dienstleistung (23,7 Euro in der EU und 27,6 Euro in der Eurozone) und der Bausektor (21 Euro in der EU und 24,3 Euro in der Eurozone), ist noch von Eurostat zu erfahren.

In der überwiegend nicht vom Handel geprägten Wirtschaft (ausgenommen der öffentlichen Verwaltung) lagen die Arbeitskosten pro Stunde bei 22,9 Euro in der EU und bei 27,2 Euro in der Eurozone.

Zwischen 2008 und 2012 sind die Arbeitskosten pro Stunde in der Gesamtwirtschaft (in Euro) um 8,6% in der EU gestiegen und um 8,7% in der Eurozone. Innerhalb der Eurozone wurde der größte Anstieg in Österreich (+15,5%), der Slowakei (+13,8%) und in Finnland (+13,7%) sowie in Belgien (+13,1%) verzeichnet.

Der einzige Rückgang wurde in Griechenland (-11,2%) festgestellt.

Die Arbeitskosten setzen sich aus den direkten Lohn- oder Gehaltskosten und den Bezügen sowie den Lohnnebenkosten, z.B. Sozialversicherungsbeiträge, Lohn- und Gehaltsfortzahlungen im Krankheitsfall und betriebliche Altersversorgung zusammen.