Urteil am 24.4. über Verweis Scheicha und 7 Töchter im Conrad

Der Kassationshof, das höchste belgische Gericht, urteilt am 24. April dieses Jahres über den Fall der Scheicha Hamda Alnehayan und sieben ihrer Töchter, die gegen das Urteil der Brüsseler Anklagekammer (KI). beim Kassationshof Berufung eingelegt hatten. Die hatte sie an das Büsseler Strafgericht verwiesen, weil sie 23 Frauen acht verschiedener Staatsangehörigkeiten ausgebeutet haben sollen als die Familie 2008 monatelang im Brüsseler Conrad Hotel (Foto) wohnte.

Die adelige Familie aus Abu Dhabi hatte die vierte Etage des Hotels gemietet, weil sich eine der Töchter in Brüssel eine In Vitro Fertilisation-Behandlung unterzog. Anfang Juli 2008 drangen die Polizei und die Arbeitsinspektion in die Räume des vierten Stocks nachdem eines der Dienstmädchen der Scheicha fliehen und der Polizei und Justiz ihre Geschichte erzählten konnte. 

Ihrer Aussage zufolge hätten die Dienstmädchen der Scheicha und ihren Töchtern rund um die Uhr zur Verfügung stehen und auf dem Boden schlafen müssen. Siebzehn Mädchen wurden von der Polizei aus dem Hotel geholt und elf unter ihnen hatten schließlich Anzeige erstattet.

Sowohl die Brüsseler Ratskammer als auch die KI urteilten, dass sich neun Personen, darunter auch die Scheichas, vor einem Strafgericht zu verantworten hätten. Den Anwälten der adeligen Familie zufolge sei die Hausdurchsuchung im Hotel nicht rechtens gewesen, weil die Arbeitsinspektion kein Hausdurchsuchungsbefehl gehabt habe. Die Generalstaatsanwaltschaft beim Kassationshof sieht jedoch keinen Grund, das Urteil des Verweises zu brechen. Der Kassationshof wird am 24. April sein Urteil hierzu aussprechen.