Sparen: Der Polizei fehlt Geld für WC-Papier

Die belgische Bundespolizei hat große Probleme mit der Versorgung mit nötigstem Kleinmaterial. Durch den erheblichen Sparzwang fehlt es an allen Ecken. So ist das Budget für WC-Papier in den Büros ebenso verbraucht, wie auch das für Schreibmaterial. Und es wird nicht besser. Nach der jüngsten Haushaltsanpassung der Regierung muss die Polizei 41 weitere Millionen einsparen, wie die flämische Tageszeitung De Morgen meldet.

Auffälligster Hinweis auf die knappen Kassen der belgischen Bundespolizei ist die Tatsache, dass die Ermittler des Betrugsdezernats in der Redaktion der Wirtschaftszeitung De Tijd um Kopien der Listen der belgischen Steuerhinterzieher auf Südseeinseln bitten mussten. Einen solchen Ermittlungsaufwand zu leisten, sei derzeit unmöglich, so Polizeigewerkschaftler und ein Sprecher der Polizei gegenüber De Morgen.

Doch nicht nur beim Betrugsdezernat der Bundespolizei sind die Kassen knapp. Laut Gewerkschaften müssen die Beamten der Bahnpolizei derzeit ihre Schreiben auf gelbem Papier ausdrucken, denn der Vorrat an weißem Papier ist zu Ende gegangen und eine Bestellung von neuen Reserven ist auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben worden.

Jan Adam, ein Vertreter der christlichen Gewerkschaft ACV bei der Polizei kann der Hoffnung von Polizeisprecherin Tine Hollevoet, nach der „hoffentlich bald alles besser wird“, nicht folgen. „Als Folge der neuerlichen Haushaltsanpassung muss die Bundespolizei wieder 41 Mio. € einsparen. Das ist eine Katastrophe.“, so Adam in De Morgen.