Stau durch Gasleck: Wer ist verantwortlich?

Das Gasleck an der Autobahn E 40 in Erembodegem bei Aalst, das seit Dienstagmorgen rund 30 Stunden lang für erhebliche Verkehrsprobleme gesorgt hat, wird ein Nachspiel haben. Flanderns Verkehrsministerin Crevits lässt die Ursache untersuchen und kündigte an, den Unternehmer, der an der betreffenden Stelle Lärmschutzwälle errichtete, in die Verantwortung zu nehmen.

Am Dienstagvormittag musste der Verkehr von Gent in Richtung Brüssel auf der E 40 nach einem Gasleck, dass bei Bauarbeiten in Erembodegem bei Aalst entstanden war, für rund 30 Stunden umgeleitet werden. Das sorgte für erhebliche Staus auf Autobahnen und Landstraßen und für einen kaum zu beziffernden wirtschaftlichen Schaden.

Ein Bauunternehmen rammte an der betroffenen Stelle Pfosten für Lärmschutzwände in die Erde und traf dabei auf eine Gasleitung, die die Gasversorgung für den gesamten Raum Erembodegem befördert. Die Behebung des Gaslecks dauerte rund 30 Stunden, denn für den Gasnetzbetreiber Eandis bedeutete der Schaden in rund 7 Meter Tiefe in feuchter und lockerer Erde komplizierte Schweißarbeiten, bei denen das Gas nicht vollständig abgeschaltet werden konnte.

Der Bauunternehmer gab an, die ihm ausgehändigten Pläne für die unterirdischen Versorgungsleitungen seien fehlerhaft gewesen, doch Eandis besteht auf der klaren Aussage, dass die Pläne korrekt sind. Nun will Flanderns Landesverkehrsministerin Hilde Crevits (CD&V) den Bauunternehmer in die Verantwortung nehmen und fordert dessen Stellungnahme ein. Von Eandis will Crevits eine genaue Begründung dafür, dass die Reparaturarbeiten an der Gasleitung so lange dauerten.