Wölfe in Polen erlegt: Belgische Jäger bestraft

Zwei Jäger aus Belgien haben in Polen zwei unter Naturschutz stehende Wölfe erlegt. Den beiden wurde dort der Prozess gemacht. Jetzt fordern flämische Naturschützer, dass ihnen im eigenen Land der Jagdschein abgenommen wird.

Im Dezember 2011 begaben sich zwei Jäger aus Belgien in Begleitung eines auf solche Expeditionen spezialisierten Reisebegleiters in der Nähe der polnischen Ortschaft Choszczno auf die Pirsch, um Hirsche und Wildschweine zu erlegen. Doch sie erlegten dabei zwei Wölfe, wie die flämische Tageszeitung De Morgen am Donnerstag meldete.

Auch in Polen stehen Wölfe unter Naturschutz und deswegen wurde den Jägern auch dort der Prozess gemacht. Das Urteil lautete auf drei Monate Haft auf Bewährung und Zahlung von jeweils 7.000 € Bußgeld. Die Jäger hatten zur Begründung der Erlegung der beiden Wölfe angegeben, die Tiere mit Waschbären verwechselt zu haben.

Genau diese Aussage soll den beiden Jägern jetzt in ihrer belgischen Heimat zum Verhängnis werden. Laut De Morgen haben Naturschützer aus dem belgischen Bundesland Flandern Klage gegen die beiden Hubertus-Jünger eingereicht. Die Begründung: Ein Jäger, der einen Wolf nicht von einem Waschbär unterscheiden könne, dürfe keine Waffe tragen und deshalb fordere man, den beiden in Polen verurteilten Jägern aus Belgien den Jagdschein abzunehmen.

Ein Sprecher der Jagdgemeinschaft Hubertus Vereiniging Vlaanderen sagte gegenüber der Zeitung dazu, dass ein Jäger nur abdrücken dürfe, wenn er sicher sei, was er im Visier habe. Das Urteil in Polen und ein drohendes Verfahren in Flandern wollte der Jagdverband nicht abgeben, doch man distanziere sich von solchen Personen, hieß es dazu.