Volvo bleibt mit "wenn und aber"

Der CEO des schwedischen Automobil-Premiumherstellers Volvo Car Group hat dem flämischen Ministerpräsidenten Kris Peeters ans Herz gelegt, strukturelle Wirtschaftsreformen durchzuführen, so dass sich die Konkurrenzfähigkeit unseres Landes verbessere. Peeters besuchte am heutigen Freitag den Sitz von Volvo Car Group in Göteborg.

Bei Volvo in Gent werden derzeit die erfolgreichen Modelle V40, S60 und XC60 hergestellt, was den Autobauer zu einer treibenden Kraft unserer Wirtschaft macht. Der CEO bestätigte am Freitag in Schweden die Absicht der Volvo Car Group, in Belgien zu bleiben, vorausgesetzt die nötigen Reformen würden durchgeführt.

Der CEO der schwedischen Volvo Car Group, Hakan Samuelsson, hat in seinem Gespräch mit Kris Peeters auf strukturelle Reformen in unserem Land gedrängt. Diese seien nötig, um die Wettbewerbsfähigkeit der belgischen Industrie zu verbessern. "Er meint dabei vor allem die Lohnkosten, die gesenkt werden müssen, so Mark De Mey, der Sprecher von Volvo Gent. "Kris Peeters hat den CEO beruhigt und betont, dass auf föderalem Niveau Maßnahmen unternommen würden."

Volvo hat noch keinerlei Zusagen über neue Modelle für Gent gemacht. Es gebe Absichten, die neuen kompakten Modelle im Genter Werk zu bauen, aber viel hänge vom Verkauf in den nächsten Jahren ab, so De Mey noch.

Samuelsson kritisierte auch den Mangel einer umfassenden Industriepolitik auf europäischer Ebene. Die Bürde der europäischen Gesetzgebung behindere ihm zufolge jedenfalls unsere Wettbewerbsfähigkeit. Die Produktion in China - dort eröffnet Volvo in diesem Sommer sein erstes Werk - soll jedoch nur den lokalen Markt bedienen.