Ford Genk: Abschlusstreffen am Dienstag

Die Verhandlungsgruppe bei Ford Genk kommt am Dienstag erneut zusammen, um das Grundsatzabkommen endgültig zu vereinbaren. Das meldet der Sozialvermittler Lieve Verboven am Samstag. In der abgelaufenen Woche hattten sich die Arbeiter und Zulieferer Sorgen gemacht, weil der Tarifvertrag immer noch nicht auf dem Tisch liegt.

Am 11., 12. und 13. April 2013 haben weitere Gespräche zwischen den Angestellten-Gewerkschaften und der Direktion von Ford Genk in Anwesenheit des Sozialvermittlers über einen Sozialplan für die Angestellten von Ford Genk statt gefunden. Das gibt Verboven bekannt.

"Die Gespräche waren konstruktiv und die Parteien sind zu einer Einigung über die wichtigsten Punkte des Sozialplans gelangt." Jetzt seien nur noch einige technische Elemente zu klären und es werde an einem Textentwurf gearbeitet, heißt es weiter. "Am kommenden Dienstag, 16. April, werden sich die Verhandlungspartner erneut treffen, um das Grundsatzabkommen verbindlich zu beschließen."

Am Sonntag vor einem Monat hatten die Arbeiter von Ford Genk und von den Zulieferfirmen den Sozialplan in einem Referendum angenommen. Da die Festschreibung der Absprachen in einem Tarifvertrag damals als reine Formsache betrachtet worden war, die höchstens eine Woche hätte dauern sollen, nahm das Nervenkitzeln bei den Arbeitern in dieser Woche stark zu. Sie wollen felsenfeste Garantien zu den versprochenen Abfindungen und Klarheit darüber, wer ab dem 1. Juni gehen darf und wer nicht.

In den vergangenen Tagen hatten die Direktionen der Zulieferunternehmen die Arbeiter mit Infoveranstaltungen mehrmals beruhigen müssen, um spontanen Streiks zuvorzukommen.

Erst wenn der Sozialplan für die Angestellten in trockenen Tüchern ist, kann das Tarifabkommen endgültig beschlossen werden.