Sirene warnt vor Bomben aus 2. Weltkrieg

Auf dem Bahnhof von Mechelen ist am Samstag die Sirene getestet worden, die Zugfahrgäste und Anwohner warnen soll, sobald bei den bald dort beginnenden Ausschachtungsarbeiten Sprengstoff aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wird. Unter der Erde befinden sich vermutlich noch zahlreiche Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg.

Sobald man auf eine Bombe stößt, müssen der Bahnhof und die Anwohner evakuiert werden.

Der Bahnhof von Mechelen wird in den nächsten Jahren renoviert. Es sind die größten Renovierungsarbeiten, die der Bahnhof je gesehen hat. Bis 2021 soll dort ein multimodaler Bahn- und Busbahnhof entstehen, der eine bessere Verbindung zwischen den umliegenden Gebieten anbietet und der viel leichter zu erreichen sein wird.

In einem ersten Schritt wird ein neuer Parkplatz gebaut. Da eine Studie gezeigt hat, dass in dieser Gegend noch jede Menge Sprengmaterial aus dem Zweiten Weltkrieg ruht, wurde ein Sicherheitsplan ausgearbeitet.

"Vor den Ausschachtungsarbeiten untersuchen wir den Boden mit einem Radargerät auf Sprengstoff. Wenn wir dann tatsächlich auf eine Bombe stoßen, entscheidet der Antiminendienst, welcher Bereich abgesperrt wird und in welchem Radius evakuiert wird", so Rudy Van Camp, Sprecher des Projekts "Mechelen in Bewegung".

"Falls möglich, erfolgt das zu einem ruhigen Zeitpunkt, zum Beispiel Sonntagsmorgens. Der Bahnhof selbst liegt stets innerhalb dieser Zone und im schlimmsten Fall müssen auch tausende Anwohner evakuiert werden. Der nahe gelegene Bahnhof von Mechelen-Nekkerspoel kann einen großen Teil des Bahnverkehrs übernehmen."