Bus stürzt mehrere Meter tief: Mindestens 5 Tote

Auf der E34 kurz vor Ranst (Provinz Antwerpen) ist ein polnischer Bus von der Autobahn abgekommen und mehrere Meter in die Tiefe gestürzt. Mindestens fünf Menschen sind dabei ums Leben gekommen, darunter auch der Busfahrer. 19 Personen wurden verletzt, eine unter ihnen schwebt noch in Lebensgefahr.

Der Bus war am Sonntagmorgen gegen 6.30 Uhr von der Fahrbahn abgekommen, fünf Meter die Böschung nach unten gestürzt und auf der Seite gelandet. In dem polnischen Bus saßen 39 Jugendliche und Kinder im Alter zwischen 15 und 22 Jahren sowie zwei Begleiter und der Busfahrer. Die Insassen sind voraussichtlich Russen. Zunächst dachte man, dass auch Ukrainer darunter seien.

Drei Jugendliche, der Busfahrer und ein Erwachsener haben den Unfall nicht überlebt. Viele Personen wurden verletzt.

Zwölf Verletzte wurden in nahe gelegene Krankenhäuser, nach Lier, Malle, Herentals, Deurne und Stuyvenbergh gebracht. Die leichter Verletzten wurden in einer Feuerwehrkaserne in Zandhoven, in der Gegend des Unfalls, vorübergehend untergebracht. Der Katastrophenplan vor Ort ist ausgerufen worden.

Im Gemeindehaus von Broechem ist ein Koordinationszentrum eingerichtet worden. Dort tauschen sich verschiedene Hilfsdienste wie Feuerwehr, Polizei und medizinische Versorgung Informationen aus.

Infonummer für Familien der Opfer

Die Gemeinde hat jetzt ein Informationstelefon für die Familien der Opfer eingerichtet. Die Nummer lautet: 0032-3-470.10.86.

Insassen des Unfalls aus Wolgograd?

Der regionalen Abteilung für Notfälle im russischen Wolgograd zufolge sollen die Insassen des in Ranst verunglückten Busses aus dem Bezirk Surowikino kommen.

Surowikino ist eine Kleinstadt in der Oblast Wolgograd im Süden Russlands.

Nach Angaben der Abteilung für Notfälle in Wolgograd soll es sich um 31 Kinder und 8 Erwachsene handeln, die in dem Bus waren. Laut unserem VRT-Korrespondenten vor Ort sollen sich in dem Bus 39 Jugendliche und Kinder, zwei Begleiter und der Busfahrer befunden haben.

Di Rupo spricht sein Beileid via Twitter aus

Belgiens Premierminister Elio Di Rupo hat via Twitter den Opfern des Busunfalls und ihren Angehörigen sein Mitgefühl  ausgesprochen."Meine Gedanken sind bei den Opfern des Busunfalls in Ranst", so Di Rupo. "Unsere Rettungskräfte und Behörden tun alles, um jedem Einzelnen zu helfen."

Auch der flämische Ministerpräsident Kris Peeters hat am Sonntag sein Beileid via Twitter ausgesprochen.

Eine von Russland aus gesandte Illjuschin 76 mit Ärzten und Psychologen an Bord, die inzwischen dort zum Abflug bereit steht, soll den Verletzten helfen und sie nach Moskau zurückfliegen, heißt es beim Informationsdienst des russischen Katastrophenschutzministeriums noch.