Explosionen in Boston: Reaktionen aus Brüssel

Belgiens Premierminister Elio Di Rupo (PS) hat den Familien der Opfer der Explosionen am Rande des Boston-Marathons und der amerikanischen Bevölkerung sein Mitgefühl ausgesprochen. Auch Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V) und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy nahmen zu dem dramatischen Vorfall Stellung.

„Ich spreche den betroffenen Familien, dem amerikanischen Volk und Präsident Obama mein aufrichtiges Beileid aus. Wir teilen ihre Trauer.“, twitterte Premier Di Rupo (Foto) am Dienstagmorgen.

Auch Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V) reagierte via Twitter: „Was ein Sportfest hätte sein sollen, entwickelte sich zu einer schlimmen Tragödie. Ich spreche den Angehörigen der Betroffenen mein Beileid aus und spreche den Verletzten viel Mut zu.“ Peeters richtete sich auch an die die belgischen Teilnehmer am Boston-Marathon, denn die Mitglieder des flämischen Managers Marathon Clubs (MMC) liefen dort mit: „Ich hoffe, dass die Sportler des MMC und deren Fans sicher und gesund blieben.“

Auch EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy reagierte aus Brüssel auf das Drama. Van Rompuy verurteilte den Anschlag aufs Schärfste und bedauerte den tragischen Ausgang und den Verlust von unschuldigen Leben.

Keine Opfer aus Belgien

Das belgische Außenamt gab am Dienstagvormittag an, keine Meldungen zu belgischen Opfern des Anschlags auf den Boston-Marathon erhalten zu haben. Weder der belgische Honorarkonsul in Boston, noch die belgische Botschaft in Washington habe Berichte zu möglichen Opfern aus unserem Land, so das Außenministerium in Brüssel. Eine 100 %ige Garantie könne man aber noch nicht geben.

Die Internetseite des Boston-Marathon meldete die Teilnahme von 23 Belgiern an dem Sportereignis. Andernorts kursierte die Zahl von etwa 40 Belgiern.

Die Explosion am Rande des Zieleinlaufs des Marathons in Boston kostete bisher das Leben von drei Menschen, darunter ein Kind. Der amerikanische TV-Sender CNN gab an, 141 Personen seien dabei verletzt worden, einige davon schwer. Bei 10 Betroffenen habe man Amputationen vornehmen müssen, so CNN. 17 Menschen befinden sich in Lebensgefahr.