Kommission beugt sich über die Zukunft der Renten

Eine Kommission aus 12 Fachleuten soll sich finanztechnisch mit der mittelfristigen Zukunft der Renten in Belgien auseinandersetzen. Dabei geht es in erster Linie um den Zeitraum zwischen 2020 bis 2040. Die belgische Bundesregierung will sich in dieser Hinsicht auf die Expertise von Universitäts-Professoren berufen.

Der Schuh drückt, denn die These, dass die Renten sicher seien, gilt auch in Belgien nicht mehr unbedingt. Heute fragen sich viele, ob sie überhaupt jemals eine Rente beziehen werden. Gerade die jüngeren Generationen sind sehr unsicher und investieren in eigenfinanzierte Zusatzrenten und ähnliches.

Dass sich die belgische Regierung und Pensionsminister Alexander De Croo (Foto) von den flämischen Liberalen Open VLD auf eine Fachkommission in Sachen Rente beruft, hat seinen Grund: Das Planbüro der Regierung appelliert nicht erst seit gestern, dass das Thema Zukunft der Renten jetzt angegangen werden muss.

Schon 2010 wurde hier festgestellt, dass 17 % aller Belgier über 65 Jahre alt waren. Bis 2060 wird dieser Anteil auf ein Viertel der Bevölkerung anwachsen. Das muss finanziert werden, zumal der Teil der arbeitenden Bevölkerung sukzessive kleiner wird. Und gerade die aktuell aktive Bevölkerung finanziert die Renten in der jeweiligen Jetztzeit.

Man sei den künftigen Generationen schuldig, dass diese sich um ihre Altersversorgung keine Sorgen machen sollen, so Rentenminister De Croo, dem seine Kollegin für das Ressort Mittelstand, Sabine Laruelle von der liberalen frankophonen Reformbewegung MR, am Dienstag beipflichtete.

Die 12köpfige Fachkommission, der unter anderem der ehemalige sozialistische belgische Bundes- und flämische Landesminister, Senator Frank Vandenbroucke (SP.A - Foto) angehört, soll jetzt konkrete Vorschläge ausarbeiten, wie das belgische Rentensystem auch im Zeitraum 2020 bis 2040 finanzierbar bleiben kann. Die Kommission soll ihre Ergebnisse im Frühjahr 2014 vorlegen. Die Umsetzung dieser Reformvorschläge sei aber Sache der nächsten belgischen Bundesregierung, so Rentenminister De Croo am Dienstag.