Beerschot AC erhält keine Erstliga-Lizenz

Der Antwerpener Erstliga-Verein Beerchot AC hat auch im Berufungsverfahren keine Lizenz für die belgische Fußball-Oberklasse erhalten. Das belgische Schiedsgericht für Sportfragen (BAS) ist jetzt die letzte Hoffnung für den virtuell konkursreifen Traditionsverein.

Bei der Berufungsverhandlung der Lizenzkommission des belgischen Fußballverbandes war eine E-Mail angekommen, in der Beerschot AC ankündigte, zu dem Termin am Mittwoch um 15 Uhr nicht zu erscheinen. Das Urteil ließ denn auch ohne Verteidigung nicht lange auf sich warten: Keine Lizenz für den Verein.

Beerschot AC steht nicht nur sportlich, sondern auch finanziell mit dem Rücken zur Wand. Spielergehälter stehen aus und auch die Bezahlung und Entschädigung längst entlassener Trainer. Andere Ligakonkurrenten warten zudem noch auf Transfersummen für gekaufte Spieler. Die Liste der Gläubiger ist lang. Die Suche nach neuen Investoren erwies sich als glücklos. Zuletzt zeigten Investoren aus der Ukraine Interesse, doch diese, wie zuvor auch andere Gesprächspartner, verlangen zumeist eines und zwar, dass Vereinsboss Patrick Vannoppen (kleines Foto) die Geschicke des Clubs aus der Hand gibt.

Doch dieser will offenbar koste es, was es wolle, auf dem Chefsessel sitzenbleiben. Schließlich hat er eigenes Geld in den Club gesteckt und hat dementsprechend großes Interesse daran, dass er dieses wieder zurückbekommt. Doch gerade diese Haltung könnte Beerschot AC letztendlich zum Verhängnis werden.

Die letzte Hoffnung des Antwerpener Traditionsclubs ist jetzt das belgische Schiedsgericht für Sportfragen (BAS). Diese Instanz ist vom Fußballverband unabhängig. Beerschot AC hat jetzt drei Tage Zeit, sich beim BAS zu melden. Damit schindet der Verein einiges an Zeit, denn im Zuge eines BAS-Verfahrens wird bei null begonnen - Zeit also, um nach Investoren und nach frischem Geld zu suchen…