Petition: Gewerkschaften fordern "Ford-Gesetz"

Die Gewerkschaften bei Ford in Genk haben eine Petition auf den Weg gebracht, über die sie ein, wie sie es nennen, „Ford-Gesetz“ einfordern. Dieses Gesetz soll garantieren, dass das Personal von Zulieferfirmen, die für ein vor der Schließung stehendes Unternehmen arbeiten, den gleichen Sozialplan erhalten, wie die ihres Auftraggebers. Am Mittwoch wurde auch endlich das Vorabkommen für den Sozialplan der Angestellten abgerundet.

Um Gehör bei der belgischen Bundesregierung für einen Gesetzesvorschlag zu finden, brauchen die Initiatoren 15.000 Unterschriften, wie die Gratiszeitung für die Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln, Metro, in ihrer Mittwochsausgabe meldet. Darum haben die Gewerkschaften bei Ford in Genk eine entsprechende Petition auf den Weg gebracht.

Die Arbeitnehmervertreter fordern damit eine gesetzlich verbindliche Regelung für den Fall, dass internationale Unternehmen, die ein Werk oder einen Standort in Belgien schließen, auch die Verantwortung für die sozialen Folgen bei den Zulieferfirmen übernehmen, wenn diese - wie beim Ford-Werk im limburgischen Genk, das Ende 2014 geschlossen werden soll - direkt wirtschaftlich von ihrem Auftraggeber abhängig sind.

Damit wollen die Ford-Gewerkschaften den Sozialplan für die Beschäftigten des Standorts, der letztendlich auf die Personale der Zulieferer ausgeweitet wurde, in eine gesetzliche Regelung gießen lassen, nach der diese Vorgehensweise bei ähnlichen Fällen in Zukunft zur Standardprozedur werden.
 

Das Vorabkommen für die Angestellten steht endlich

Am Mittwochmorgen gelang endlich der langersehnte und eigentlich schon für Dienstag dieser Woche geplante Durchbruch bei den Sozialverhandlungen für die Angestellten bei Ford in Genk. Doch mehr als die Erklärung, dass „die nötigen Absprachen getroffen wurden“, verlautete zunächst nicht, denn Schlichter Lieve Verboven wollte sich vorerst noch nicht zu den Inhalten äußern.

Verboven gab lediglich an, dass das Abkommen drei Blöcke umfasse: Eine Regelung zur Wiedereinstellung für alle Angestellten bei Ford in Genk oder in Werken in anderen Ländern, eine Regelung für Angestellte über 52 Jahre im Rahmen des SWT-Statuts zum Vorruhestand und eine Regelung für Angestellte unter 52 Jahre über eine allgemeine Abschiedsprämie ab 24. Oktober 2014.

Alles weiter werde den Angestellten in den kommenden Tagen zur Abstimmung vorgelegt.