Warnstreiks bei Binnen- Schifffahrt ausgeweitet

Die Binnenschiffer blockieren seit Freitagfrüh 6 Uhr abfahrende Schiffe an der Schleuse in Merelbeke, die die Verbindung zwischen Zeeschelde und Bovenschelde ist. Das geht aus Informationen der Schifffahrtsverwaltung hervor.

"Flussaufwärtsfahrende Schiffe werden durchgelassen, flussabwärtsfahrende Schiffe werden blockiert", so ein Sprecher.

An der Schleuse in Evergem, der Verbindung zwischen Ringvaart und dem Kanal Gent-Ostende einerseits und dem Kanal Gent-Terneuzen andererseits, werden nur Container- und Tankschiffe durchgelassen.

In Antwerpen werden am Straatsburg-Dock nur ab und zu Schiffe durchgelassen, so die Schifffahrtsverwaltung De Scheepvaart. "Seit 10 Uhr laufen Beratungen mit den Aktivisten und man muss abwarten, was für das Wochenende geplant ist", heißt es. Die  Kapitäne sind verärgert, weil einige Schiffe durchgelassen werden, andere nicht. "Wir versuchen auch, die Bitten von Unternehmen so gut wie möglich zu beantworten."

Laut der Schiffervereinigung Ons Recht/Notre Droit werden die Warnstreiks an der Schleuse in Kain (Tournai) und am Hafen von Lüttich unvermindert fortgeführt.

Die Binnenschiffer führen nun schon am vierten Tag in Folge Warnstreiks durch, um sich Gehör für die Probleme in ihrem Sektor zu verschaffen.

Sie plädieren unter anderem für eine ehrlichere Entlohnung.