Lüttich-Bastogne-Lüttich: Daniel Martin überrascht die Favoriten

Der Ire Daniel Martin hat die 99. Ausgabe von Lüttich-Bastogne-Lüttich gewonnen. Martin zog auf dem letzten Anstieg in Ans an Rodriguez und Valverde vorbei. Philippe Gilbert wurde siebter. In diesem Frühjahr hat kein Belgier bei einem Radsportklassiker gesiegt.

Nach 6 km setzte sich bereits sechs Renner ab. Zu den Ausreißern gehörten u. a. die Belgier Armée, De Clercq und Veuchelen. Sie konnten einen Vorsprung von insgesamt 14 Minuten ausbauen.
 

De Clercq aus dem Team Lotto-Belisol entpuppte sich als Antriebsfeder der Spitzengruppe, hatte aber Pech unterwegs nach La Redoute. Obwohl De Clercq den Anschluss noch schaffte, brach die Spitzengruppe danach auseinander.

Contador zündete auf dem Colonster eine Granate und brachte mehrere Favoriten in Atemnot.
Der Giro-Sieger von 2013, Hesjedal, griff den Saint-Nicolas mit 20 Sekunden Vorsprung an. Dort bekam er Gesellschaft von u. a. Martin und Valverde, der Gilbert hängen ließ.

Sechs Fahrer setzten sich an den Kopf von Lüttich-Bastogne-Lüttich: Hesjedal, Betancur, Rodriguez, Martin, Scarponib und Valverde. Gilbert und Vanendert folgten mit einem Abstand von einigen Sekunden.

Auf dem letzten Anstieg nach Ans beschleunigte Rodriguez und schien das Rennen zu gewinnen. Allerdings musste er sein Tempo drosseln und Martin war der einzige Fahrer, der noch die Kraft hatte, um den Klassiker - zum ersten Mal - zu gewinnen. Weltmeister Philippe Gilbert sprintete auf den siebten Platz.

Selbst überrascht

Daniel Martin überraschte nicht nur die Favoriten als Sieger des wallonischen Klassikers, sondern auch sich selbst: "Ich kann es noch nicht glauben. Ich stehe noch unter Schock."

"Das Team war fantastisch und ist so gut gefahren, wie nie zuvor. Ich war den ganzen Tag abgesichert. Hesjedal und ich selbst waren in der sechsköpfigen Spitzengruppe."