Syrien-Kämpfer in der Suppenküche werben

Nach Beschwerden über Organisationen, die bei der Essensausteilung an Obdachlose und Arme im Brüsseler Nordbahnhof junge Muslims für den Kampf in Syrien werben, hat der Bürgermeister von Schaarbeek, Bernard Clerfayt (FDF), die kostenlose Austeilung verboten.

Während der Austeilung werden radikale religiöse Predikten gehalten, die Minderjährige beeinflussen können. Zwei Jugendliche aus Schaarbeek hatten an der Aktion teilgenommen und haben sich vor Kurzem nach Syrien abgesetzt.

"Ich habe nicht nur Beschwerden erhalten, sondern auch in Polizeiberichten gelesen, dass während dieser Essensausteilung radikale islamische Predigten gehalten werden", so Clerfayt: "Diese Predigten können Jugendliche beeinflussen, wie sich bei zwei Jugendlichen aus Schaarbeek gezeigt hat."

 

"Resto du Tawhid"

Die von dem belgischen Konvertiten Jean-Louis Lejeune gegründete Organisation "Resto du Tawhid" muss den Nordbahnhof sofort verlassen und darf kein Essen mehr im Umkreis von 500 m verteilen.

Lejeune verteilt seine Mahlzeiten jetzt in einem Park. Er bekehrte sich zum Islam und gibt zu, dass die beiden Jugendlichen an seinen Aktivitäten teilnahmen.

 

Milquet zum FBI

Innenministerin Joëlle Milquet (CDh) sagte, dass Essensausteilungen weiterhin bestehen bleiben müssen: Aber die Staatssicherheit, so die Ministerin, tue ihre Arbeit.

Übrigens ist die Innenministerin heute nach Washington geflogen, um mit hohen Beamten des FBI und der CIA zusammenzutreffen und sich über Terrorismusbekämpfung schulen zu lassen.