Die VRT bleibt an der Brüsseler Reyerslaan

Unser Haus, der öffentlich-rechtliche Rundfunk des belgischen Bundeslandes Flandern VRT, wird nicht in eine andere Stadt in Flandern oder an einen anderen Standort innerhalb Brüssels Umziehen. Der Verwaltungsrat des flämischen Rundfunks beschloss am Montag, auf dem Gelände hinter den derzeitigen Gebäuden einen Neubau zu errichten.

Die heutigen Gebäude der VRT sind teilweise veraltet und an manchen Stellen bröckelt sogar der Stahlbeton aus der Zeit der Erbauung. Die Standortfrage brauchte dringend eine Lösung und der VRT-Verwaltungsrat entschied am Montag, dass ein Neubau unmittelbar in der Nachbarschaft des alten Standorts errichtet wird.

Dies ist zum einen die kostengünstigste Lösung und zum anderen ist diese Entscheidung auch auf politischer Ebene nicht zu unterschätzen. Beweist sie doch, dass Flandern die Hauptstadt Brüssel weiterhin für wichtig hält. Erste Kommentare bestätigten im Laufe des Montags, dass der Verwaltungsrats-Beschluss bedeutend für die flämische Verankerung in Brüssel ist.

Bis 2020 soll auf einem Grundstück der VRT hinter den heutigen Gebäuden ein Neubau entstehen. Ab 2019 soll mit dem Umzug begonnen werden.

Sandra De Preter (Foto), die Vorsitzende des VRT-Verwaltungsrats, gab an, dass der Entschluss, dass der Sender in einen Neubau umziehen müsse, bereits vor einem Jahr gefallen sei: „Das heutige Gebäude entspricht nicht mehr den Ansprüchen eines modernen Medienunternehmens und es ist im Unterhalt sehr teuer. Eine gründliche Renovierung war keine Alternative. Das würde mehr kosten, als ein Neubau.“