Deutschland wünscht belgische Präsenz in Afghanistan

Deutschland würde es gerne sehen, wenn Belgien auf militärischer Ebene weiter in Afghanistan präsent bleiben würde. Nach Ansicht des deutschen Verteidigungsministers Thomas de Maizière (CDU) soll Belgien auch nach 2015 eine Rolle bei NATO-Operationen im Norden Afghanistans spielen, wie er seinem belgischen Amtskollegen Pieter De Crem (CD&V) bei dessen Berlin-Besuch sagte.

Die deutsche Bundeswehr leitet derzeit die ISAF-Operation im Norden Afghanistans. Unlängst kündigte Deutschland an, auch nach dem Auslaufen der heutigen NATO-Mission in Afghanistan Ende 2014 600 bis 800 Bundeswehrsoldaten in der Region zu stationieren. Ziel ist, dort bis 2017 militärisch präsent zu bleiben.

Deutschland Verteidigungsminister de Maizière (kleines Foto) hofft offenbar, dass Belgien bei einer solchen neuen Mission wieder eine Rolle spielen wird und zwar genauer auf Ebene von „Ausbildung, Beistand und Beratung“ der afghanischen Sicherheitstruppen der ANSF (Afghan National Security Forces).

Die belgische Bundesregierung hat in dieser Hinsicht bisher noch keinen Entschluss gefasst. Ob also belgische Soldaten auch nach 2014 in Afghanistan bleiben, ist fraglich. Aber, Belgiens Außenminister Didier Reynders (MR) gab Anfang der Woche anlässlich der NATO-Tagung in Brüssel zu verstehen, dass unser Land „aktiv bleibe“. Dabei verwies er auf die belgischen Aktivitäten im Bereich Ausbildung und Entwicklungshilfe.