Städtische Leitfäden gegen radikalisierte Moslems

Die Bürgermeister mehrerer indirekt vom Syrienkonflikt betroffener flämischer Städte haben einen gemeinsamen Leitfaden gegen die Radikalisierung von jugendlichen Moslems ausgearbeitet. Aus Antwerpen, Mechelen, Vilvoorde und Maaseik zogen dutzende junge Moslems nach Syrien in den „Heiligen Krieg“.

Die Bürgermeister von Antwerpen, Mechelen (Prov. Antwerpen), Vilvoorde (Flämisch Brabant) und Maaseik (Limburg) haben am Donnerstagabend bei einem Arbeitstreffen einen Maßnahmenkatalog ausgearbeitet, mit dem sie auf die Radikalisierung von jungen Moslems in ihren Städten reagieren.

In Zukunft sollen Sozialarbeiter und Streetworker in diesen Städten einen Leitfaden zum Umgang mit radikalen Moslems erhalten. Zudem sollen Imame, islamische Geistliche, besser ausgebildet werden. In diese Maßnahmen sollen auch die Polizei und vor allem auch die Schulen mit einbezogen werden.

Europol: "Sharia4Belgium rekrutiert Jugendliche für Syrien"

Der europäische Polizeiverband Europol warnte in einem aktuellen Bericht zum Thema Terrorismus auch vor der inzwischen verbotenen Organisation Sharia4Belgium. In diesem Bericht heißt es: „Es liegen Hinweise vor, dass die Ideologie, die von Sharia4Belgium und anderen Gruppierungen verbreitet wird, zur Radikalisierung und Rekrutierung von EU-Bürgern in Bezug auf den Syrienkonflikt beträgt.“ Die Sharia4-Gruppierungen sind für ihre höchst intolerante Interpretation des Islam bekannt.