Der Outlaws-Mord wurde rekonstruiert

In Eisden, einer Teilgemeinde von Maasmechelen in der Provinz Limburg, ist an diesem Wochenende der Dreifachmord an zwei Mitgliedern und einem Sympathisanten der Rockerbande Outlaws vor zwei Jahren rekonstruiert worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erfolgt der Vorgang auf Antrag des letzten in Haft befindlichen Verdächtigen, ein Hells Angel.

Ende 2011 wurden drei Leichen in einem Auto am Ufer der Zuid-Willemsvaart in Eisden entdeckt. Bei den Toten handelte es sich um zwei Mitglieder der Rockerbande Outlaws und um einen Sympathisanten der Motorradgang.

Kurz vor dem Vorfall waren die drei Outlaws bei einem Reifenhändler in Maasmechelen aufgetaucht und zwar just zu dem Zeitpunkt, als der Betreiber des Ladens, ein Kumpel der Hells Angels für diese Motorradclique eine Feier organisierte. Es kam zu verbalen Attacken, die offenbar in eine Schießerei mündeten.

In erster Instanz wurden drei Verdächtige, alles Mitglieder der Hells Angels, in Untersuchungshaft genommen. Einer von ihnen wurde im September 2012 freigelassen und ein weiterer starb in seiner Zelle. Die Rekonstruktion des Dreifachmords erfolgt auf Antrag des letzten noch inhaftierten Verdächtigen. An dem Vorgang nehmen der Untersuchungsrichter, die föderale Staatsanwaltschaft, die Ermittler, Vertreter der Zivilklage und deren Anwälte teil.

Wegen der großen Zahl der Teilnehmer an dieser Rekonstruktion und einem möglichen Auftauchen von Hells Angels oder deren Sympathisanten hatte die Polizei Vorsichtsmaßnahmen getroffen und zusätzliche Beamte geordert. Ein Polizeihubschrauber überflog den Ort des Geschehens und berittene Polizisten kontrollierten die Umgebung des Zuid-Willemsvaart-Ufers an der Oude Baan und der Eisderbosstraat in Eisden.