Angestellte bei Ford nehmen Sozialplan an

Die Angestellten des vor der Schließung stehenden Ford-Werks in Genk (Provinz Limburg) haben mit großer Mehrheit den Sozialplan, den die Gewerkschaften und die Direktion des belgischen Standorts ausgehandelt haben, angenommen. Nach einer Meldung des regionalen Fernsehsenders TV Limburg nahmen 67 % der Stimmberechtigten den Sozialplan an.

33 % der 220 stimmberechtigten Angestellten von Ford in Genk lehnten den Sozialplan für die Schließung des Werks Ende 2014 nach Angaben von TV Limburg ab. Insgesamt sind bei Ford-Genk 240 Angestellte beschäftigt, doch nicht alle sind gewerkschaftlich organisiert.

Der Sozialplan für die Angestellten sieht u.a. Regelungen für ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Unternehmen vor aber die Möglichkeit eines Wechsels zu einem anderen Ford-Standort in Europa. Ein weiterer Punkt sind die Höhe der Entlassungs- und Ausstiegsprämien.

„Wir sind froh, dass die Mehrheit der Kollegen unsere Arbeit am Verhandlungstisch würdigt. Wir denken, dass das ein guter Vorschlag war, der in gleicher Linie mit dem ist, was auch den Arbeitern zugesprochen wurde.“, sagte Ronny Banken von der sozialistischen Angestellten-Gewerkschaft BBTK gegenüber der Nachrichtenagentur Belga.

Warum letztendlich so viele Kollegen bei den Angestellten, immerhin 33 %, dem Sozialplan nicht zugestimmt haben, ist undeutlich. Offenbar haderten einige mit der Tatsache, dass sie nicht zu ihrem persönlich gewünschten Zeitpunkt aus dem Unternehmen aussteigen können. Doch nach Aussagen von Beteiligten liegt dies daran, dass verschiedene Personen für den Ablauf der Dinge wichtig sind. Nur über die Erfahrung bestimmter Kollegen bleibt es möglich, bis Ende 2014 qualitativ gute Autos zu montieren, hieß es dazu am frühen Montagabend in Genk.

Jetzt steht lediglich noch der Abschluss eines Sozialabkommens für die Angestellten der in unmittelbarer Nähe von Ford Genk niedergelassenen Zulieferunternehmen aus. Diese werden im Zuge des Ford-Endes ebenfalls dicht gemacht.

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