Niedrigere Energie-Tarife für Finanzschwache

Personen oder Haushalte, die ihre Strom- oder Gasrechnungen nicht mehr begleichen können, sollen in Zukunft eine niedrigere Tarifstufe erhalten. Dies kündigte Bundeswirtschafts- und Verbraucherminister Johan Vande Lanotte (SP.A) am Montagmorgen im VRT-Radio 1 an.

Haushalte, die in Belgien von ihrem Gas-, Strom- oder Wasserversorger aufgrund von unbezahlten Rechnungen den „Hahn angedreht“ bekommen, werden zumeist von den Netzbetreibern aufgefangen. Doch deren Tarife liegen fast immer über denen der Mitspieler auf dem freien Markt, was die Finanzierung der Versorgungsrechnungen nicht unbedingt einfacher gestaltet.

Bundeswirtschafts- und Verbraucherminister Johan Vande Lanotte (kleines Foto) will daran etwas ändern und kündigte am Montagmorgen im VRT-Frühstücksprogramm „De Ochtend“ bei Radio 1 an, das System reformieren zu wollen. Die Tarife der Netzbetreiber sollen demnach auf ein Durchschnitts-Niveau der allgemeinen Anbietertarife berechnet werden. Dies soll den Verbrauchern die Rückkehr zum freien Markt möglicher machen.

Nach Berechnungen des sozialistischen Ministers stehen derzeit belgienweit rund 186.000 Energiekunden „auf der Straße“, darunter etwa 80.000 Familien. Der weitaus größere Teil davon kommt aus dem belgischen Bundesland Flandern (162.000 Betroffene). Die Betroffenen können auf Jahresbasis durch die geplante Reform bis zu 200 € sparen, so Vande Lanotte.